Rechtshilfefonds für junge Geflüchtete

Junge Flüchtlinge fliehen vor kriegerischen Auseinandersetzungen, religiöser Verfolgung, Unterdrückung, Angst vor Blutrache, Vernichtung der Lebensgrundlagen, Zwangsheirat und vielem mehr. Im deutschen Asylsystem ist dies jedoch oft schwer nachzuweisen. Von den Erlebnissen im Heimatland und auf der Flucht traumatisiert, fehlen ihnen die Worte, über das Erlebte zu sprechen. Gerade junge Menschen haben große Probleme, sich genau an Einzelheiten und Daten in der Heimat zu erinnern, vor allem, wenn sie monatelang unterwegs waren und auf der Flucht um ihr Überleben kämpfen mussten. In der Anhörung im Asylverfahren ist es aber wichtig, möglichst detailliert und ohne Widersprüche zu berichten. So werden viele Asylanträge in der ersten Instanz abgelehnt und es bleibt nur das Klageverfahren. 
Mit Hilfe verständnisvoller und kompetenter Rechtsanwälte können Gründe für Abschiebeverbote nachgewiesen und die Verfahren positiv abgeschlossen werden. Rund 30 Prozent der jungen Menschen erhalten dadurch eine Aufenthaltserlaubnis.
Leider wird in vielen Fällen im Vorfeld eine Prozesskostenhilfe abgelehnt. Die Kosten der Verfahren betragen bis zu 1000,00 €. Wolfsherz unterstützt mit einem Teilbetrag aus dem Rechtshilfefonds, der Rest wird von den Flüchtlingen in Raten an den Rechtsanwalt bezahlt.

 Junge Flüchtlinge können mit Hilfe von Jugendsozialarbeiter*innen oder Sozialpädagog*innen aus der Schule oder Sozialen Einrichtungen einen Zuschussantrag bei uns stellen und darin den Zweck des Hilfegesuchs darlegen. 
Die Antragsunterlagen sind bei allen einschlägig bekannten sozialen Einrichtungen oder auf Nachfrage per Mail bei uns erhältlich.